BRICS und AIIB – Nie gehört?

Wundert mich nicht, denn in den GEZ-finanzierten und Printmedien finden sich kaum bzw. keine Meldungen zu diesen.

Die BRICS-Staaten (Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika) haben nach langjährigen Verhandlungen nun im April 2015 ihre Drohung wahrgemacht, der von den USA, EU und GB festgelegten Währungs- und Geldpolitik Konkurrenz zu machen.

Bisher dominieren der Internationale Währungsfond (IWF/IMF) in Verbindung mit der Weltbank, sowie die seit Einführung des Euro wichtig gewordene Europäische Zentralbank (EZB), die weltweit fast monopolartig bestimmten Kredit- und Zinsregelungen.
Nach westlichem Standard bewertete Entwicklungs- und Schwellenländer – z. B. Kenia oder Argentinien – können sich bisher meist nur über die beiden oben genannten Institutionen mit Krediten versorgen – zu den von den USA und GB diktierten Bedingungen. Die maßgeblichen Währungen im internationalen Handel sind der US-$, der €uro und (noch) das britische £, an vierter Stelle folgt bereits der chinesische Renmimbi (Yuan).

Um sich von dem Diktat in der Geldpolitik und der Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit durch USAmerikanische Agenturen unabhängig zu machen, beschlossen China und Rußland ein Gegengewicht zum IWF und der Weltbank zu installieren, mit dem sie sich selbst und anderen Staaten eine alternative Möglichkeit zur Versorgung mit Krediten bieten wollen. Als Initiatoren konnten Rußland und China sehr schnell auch Brasilien, Indien und Südafrika für diese Idee gewinnen, woraus BRICS entstand. Der Plan, die AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) und die BRICS Development Bank (geplanter Start 2016) zu installieren, wird nun – entgegen einiger Voraussagen – umgesetzt.

Es wird mit einiger Sicherheit etliche Jahre oder eher einige Jahrzehnte dauern, bis diese langfristig orientierten Institutionen weltweite Anerkennung genießen dürfen. Dennoch haben sich schon zur Gründung der AIIB zumindest Australien und GB dieser Initiative angeschlossen. GB kann diesen Schritt gegenüber dem großen, aber jüngeren Bruder USA durch sein jahrhundertealtes Engagement in Asien, speziell in Indien, rechtfertigen und Australien sowie Kanada folgen vertragsgemäß (Commonwealth) und vermutlich nicht uneigennützig ihrer britischen Königin.

Für Deutschland wäre, trotz massiver Investitionen und wirtschaftlicher Interessen in Rußland und China, ein Anschluß an die neue AIIB nahezu undenkbar, da der gesamte Euroraum mit seiner neu eröffneten Frankfurter EZB der von den USA bzw. deren FED vorgegebenen Geld- und Zinspolitik folgt. Nicht zuletzt, um TTIP und weitere transatlantische Vertragsprojekte zwischen den USA und der fast sozialistisch geführten Brüsseler Diktatur (EU) nicht zu gefährden.

In diesem Zusammenhang ist es auch nicht weiter erstaunlich, daß die US-amerikanische Regierung weiterhin auf massive und ihre eigene nationale Wirtschaft nicht betreffende Boykottmaßnahmen der EU gegen Rußland besteht.

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