Eine Messingtafel für die Heilquelle: 225 Jahre Draitschquelle in Bad Godesberg

ib – Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hat eine Überraschung für den Verein für Heimatspflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg mitgebracht, als er am Samstag, 23. Mai, zur Einweihung der Neuanlage des Draitschbrunnens kam und zum 225-jährigen Bestehen gratulierte. Er überreichte die staatliche Anerkennung der Draitschquelle als Heilquelle, die von der Bezirksregierung Köln ausgestellt worden ist, in Form einer Messingtafel. Die Tafel wird am Pavillon angebracht

Der Oberbürgermeister dankte in seinem Grußwort dem Verein für sein Engagement zur Neugestaltung der Brunnenanlage und den Sponsoren für die finanzielle Unterstützung des Projektes: „Sie haben dem vorher vernachlässigten Gelände ein neues Gesicht verliehen und dem Draitschbrunnen, der auch der geographische Ortseingang von Bad Godesberg ist, zu neuem Glanz verholfen. Gleichzeitig wird hierdurch die besondere historische Bedeutung der Draitschquelle für die Geschichte Godesbergs als ‚Bad‘ und Kurort, aber auch spätere Diplomatenstadt wieder optisch hervorgehoben und gewürdigt.“

Dort, wo seinerzeit der Eingang zum Brunnenausschank der Draitschquelle und das kurfürstliche Badehaus waren, hat der Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg in Zusammenarbeit mit der Stadt Bonn das gesamte Brunnengelände neu gestaltet und die dahinterliegende Mauer wieder im ursprünglichen Zustand als Schmuckmauer erkenntlich gemacht.

Zur Historie und Heilwirkung der Draitschquelle

Die Bedeutung Godesbergs als Kur- und Heilbad war die Grundlage, die dem Stadtteil 1926 den Namenszusatz „Bad“ bescherte. Der Titel, der der damaligen Stadt Godesberg zugesprochen wurde, wurde seit 1. Oktober 1926 auch urkundlich geführt. Das Heilwasser der Draitschquelle wurde dank seiner hohen Qualität auf der Weltausstellung 1900 in Paris prämiert und sogar exportiert, unter anderem nach England. Es durfte sich mit dem Etikett „Tafelgetränk des Königlichen Englischen Hofes“ schmücken.

Aufgrund des hohen Gehalts an Kohlenstoffdioxid wird die Draitschquelle für äußere Anwendungen empfohlen. Beide Godesberger Heilquellen können auch als Bäder angewendet werden, um die Durchblutung anzuregen. Der therapeutische Nutzen der Kreislaufwirkungen ist laut einer Analyse aus dem Jahr 2009 wegen des CO2-Gehalts bei der Draitschquelle deutlich höher als bei der Kurfürstenquelle.

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