Feuergefechte am Gazastreifen

Letzter Ausgang Israel: Die Armee hat einen Angriffstunnel der Hamas freigelegt

Letzter Ausgang Israel: Die Armee hat einen Angriffstunnel der Hamas freigelegt
Foto: Israelische Armee, Facebook

SDEROT (inn) – Seit Mittwoch beschießen Hamas-Kämpfer in Gaza israelische Soldaten. Israel erwidert das Feuer. Ein festgenommener Terrorist liefert wertvolle Informationen über Angriffstunnel.

Die israelische Luftwaffe hat am Freitagmorgen als Reaktion auf fortwährenden Beschuss aus dem Gazastreifen Ziele in dem Gebiet angegriffen. Einer Mitteilung der Armee zufolge gab es seit Beginn der Gefechte am Mittwoch zwölf Angriffe auf israelische Soldaten; dabei wurde kein Soldat verletzt. Verantwortlich für die Angriffe sei die radikal-islamische Hamas .

Die Armee reagierte bereits in den vergangenen Tagen mit Panzerfeuer und Luftangriffen. Nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur „Ma‘an“ wurde dabei eine Palästinenserin im südlichen Gazastreifen getötet. Am Donnerstagabend berief der israelische Premier Benjamin Netanjahu das Sicherheitskabinett ein. Bei der Sitzung war auch Armeechef Gadi Eisenkot zugegen.

Hamas -Terrorist gefasst

Die Angriffe erfolgten während der Suche nach Angriffstunneln aus dem Gazastreifen, teilte Armeesprecher Peter Lerner mit. Wie die Armee am Donnerstag bekanntgab, hat Israel bereits Anfang April einen Hamas -Terroristen mit wertvollen Informationen über die Angriffstunnel festgenommen. Wenige Stunden vor dieser Bekanntgabe hatte die Armee verkündet, einen bis zu 28 Meter tiefen Angriffstunnel freigelegt zu haben, dessen Ausgang im israelischen Gebiet liegt.

Bei dem festgenommenen Hamas -Terroristen handelt es sich um den 29-jährigen Muhammad Atuna. Soldaten fassten ihn, als er den Grenzzaun mit zwei Messern bewaffnet überquerte, um Israelis – Soldaten oder Zivilisten – anzugreifen, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“.

Terrortunnel mit Duschen

Dem Bericht zufolge gab Atuna unter anderem Auskunft über den Verlauf der Terrortunnel, deren Konstruktionsweise und den Gebrauch von Privathäusern durch die Hamas , um Grabungen zu verschleiern. Die Hamas nutzt auch ein Tunnelsystem innerhalb des Gazastreifens, um Waren und Personen unerkannt zu transportieren. Mitunter sind die Tunnel mit Ruheräumen und Duschen für die Kämpfer ausgestattet. Die Terrorgruppe habe dafür Millionen an Geldern investiert. Ziel sei es, Sondereinheiten der Hamas mehrere Wochen lang dort auf einen Angriffsbefehl warten lassen zu können.

Atuna nannte zudem die Lage mehrerer Waffenlager im Gazastreifen, die sich zum Teil in Wohnhäusern befinden. Er selbst habe bei sich Waffen gelagert, darunter Gewehre und Sprengstoffwesten. Im Falle eines Krieges mit Israel hätte er diese an Kämpfer ausgegeben. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Atuna erhoben. (df)

Quelle: israelnetz.com

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