Frankreichs Unterwerfung

Das Beispiel einer Kleinstadt zeigt, wie rasant und bedrohlich die Macht radikaler Moslems anwachsen kann

von Eva-Maria Michels, 04. Mai 2017

Im Kampf um Wählerstimmen gingen Politiker in der 50000-Einwohner-Stadt Bobigny ein Bündnis mit radikal islamischen Gruppierungen ein. Nun herrscht im Ort ein Klima des Terrors.

Vetternwirtschaft und Klientel­unwesen ist ein grundsätzliches Problem der Demokratie. Doch wenn sich Politiker auf Stimmenfang mit den Anhängern totalitärer Ideologien und deren mafiaartige Strukturen einlassen, dann wird es gefährlich. Genau dies geschieht in Frankreich immer häufiger. Nicht nur Spitzenpolitiker hofieren die Repräsentanten eines immer fordernder auftretenden Islams. Auch auf lokaler Ebene passiert Ähnliches. Dort sorgen die Volksvertreter, die häufig eher ihre Interessen statt die des Volkes vertreten, dafür, dass die radikalsten Strömungen des Islam in Frankreich dauerhaft Wurzeln schlagen. War dies anfangs vor allem kennzeichnend für die Politik der linken Parteien, so überholen heute häufig die kulturmarxistischen Vertreter der Mitte-Rechts-Parteien diese bei der Selbstunterwerfung unter religiös-kulturspezifische Sonderwünsche der muslimischen Einwanderer.

Die Stadt Bobigny im ProblemDépartement Seine-Saint-Denis, im Nordosten von Paris ist für diese Entwicklung beispielhaft: Um ins Rathaus der seit 95 Jahren von den Kommunisten regierten Stadt einzuziehen, schmiedete der zentristische Kandidat Stéphane de Paoli von der Union der unabhängigen Demokraten (UDI) für die Kommunalwahlen 2014 eine Allianz mit lokalen muslimischen Vereinen von zweifelhaftem Ruf. Sein Parteifreund, der Abgeordnete Jean-Christophe Lagarde, heute Vorsitzender der UDI und seit 2014 Bürgermeister der benachbarten Stadt Dracy, unterstützte die Gruppierungen mit öffentlichen Geldern, die ihm als Abgeordnetem zustehen: Benutzt wurde der Geldsegen, entweder für gewaltsame, illegale Aktionen, wie der Besetzung des Stadtrates, oder für soziale Aktivitäten wie Grillfeste für benachteiligte Jugendliche. Den mehrheitlich muslimischen Bewohnern von Bobigny machten die Vereinsaktivisten dabei Versprechungen aus Tausendundeiner Nacht: Stadtteilrenovierung, Arbeit für alle, Umsiedlung in schönere Wohnungen und mehr.

Im Gegenzug bläuten sie den Glaubensgenossen bei den kommenden Wahlen ein, UDI zu wählen. Für diese Art von Wahlkampfhilfe versprach die UDI den Vereinsaktivisten im Gegenzug ein islamisches Zentrum in Bobigny. Dieses entstand nach gewonnener Wahl tatsächlich in bester Lage im Zentrum der Stadt. Die Summe von einer Million Euro für das Grundstück erwarb der Trägerverein innerhalb von nur drei Monaten durch Spenden unter anderem von der islamischen Wohlfahrtsorganisation Barakacity, die teilweise von Katar finanziert wird und Terrororganisationen wie die Hamas unterstützt. Sie steht zudem im Verdacht, die Rekrutierung von Dschihadisten in Frankreich und der Welt zu betreiben.

Im Rathaus herrscht seit der Machtübernahme durch die UDI 2014 ein Klima des Terrors, unter dem die bis dahin regierenden Kommunisten schon während des Wahlkampfes gelitten haben. Dafür verantwortlich ist vor allem Christian Bartholomé. Der Erste Beigeordnete der Stadt und nebenbei parlamentarischer Mitarbeiter von Lagarde wurde zusammen mit Kianoush Moghadam, dem Leiter der Territorialentwicklung, Anfang 2016 wegen „gemeinschaftlicher Gewalt“ zu einem „Staatsbürgerschaftspraktikum“ und der Zahlung von 10000 Euro Schmerzensgeld an Sabrina Saïdi verurteilt. Saïdi, die ehemalige Beigeordnete für Kleinkindangelegenheiten, war von den beiden Beigeordneten massiv bedroht worden. „Du begibst dich hier auf einen Boden, der gefährlich für dich ist“, war einer der Sätze, die gefallen sein sollen. Saïdi wurde von den beiden Verurteilten verdächtigt, Urheberin eines Flugblattes zu sein, auf dem die brisanten, kriminellen Verbindungen einer anderen Mitarbeiterin der Stadt offengelegt wurden.

Es ging um Linda Benakouche, die Verantwortliche für städtische Sozialpolitik. Benakouche, die sich stets vollverschleiert zeigt (obwohl gesetzlich verboten) ist die Frau von Christophe Soumbou, der rechten Hand von Youssouf Fofana, dem Chef der berüchtigten „Gang des Barbares“. 2006 hielt sie den Juden Ilan Halimi 24 Tage gefangen, bis ihn Soumbou zu Tode folterte – weil er Jude war. Benakouche selbst war bereits 2005 wegen gemeinschaftlicher Gewalt rechtskräftig verurteilt worden: Sie hatte eine im sechsten Monat Schwangere entführt und durch den Stoß eines Objektes in den Uterus den Tod des ungeborenen Kindes verursacht. Heute ist sie Vorsitzende einer lokalen Bürgervereinigung und „eine gute Freundin“ von Bartholomé und Moghadam.

Doch die Stadt Bobigny wartet nicht nur mit zweifelhaften Politikern auf, sie lässt auch den Steuerzahler zweifelhafte Aktivitäten finanzieren, zum Beispiel gratis Fitnessübungen für Vollverschleierte. Vollverschleierte Trainerinnen mit UDI-Parteibuch führen sie durch. All dies in der Hoffnung, die muslimischen Wähler an sich zu binden. Doch dieses Kalkül könnte sich als Trugschluss erweisen. Seit 2015 ist eine konfessionelle muslimische Partei in Planung.

Quelle: Preussische Allgemeine

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