Kopfpilz (Microsporum audouinii) breitet sich in Bonner Schulen aus

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es nachgewiesene Kopfpilzbefälle im
Montessori-Kinderhaus, in der Carl-Schurz-Grundschule, in der KGS Buschdorf und in der Marktschule.

Der Microsporum audouinii wird fast ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Dies kann über direkten Kontakt, Friseur-Utensilien (Kamm, Bürste, Schere etc), Kopfstützen oder Kissen erfolgen.

Seit den 60er Jahren wurden kaum noch Fälle nachgewiesen, migrationsbedingt tritt der Befall seit einigen Jahren auch bei uns wieder häufiger auf, wie die Dermatologen Professor Johannes Ring und Dr. Hans Peter Seidl schon 2011 im „Münchner Ärztlichen Anzeiger“ berichteten.

Die „Ärzte Zeitung“ schrieb dazu :
„Eine erfolgreiche Therapie erfordert einen sechs- bis zwölfwöchigen kombinierten Einsatz topischer und systemischer Antimykotika. Dabei ist als systemisches Mittel für Kinder bislang lediglich Griseofulvin zugelassen.

Ein möglichst kurzer Haarschnitt, der wegen des Weiterverbreitungsrisikos aber nicht beim Friseur vorgenommen werden darf, unterstützt den Erfolg.

Die medikamentöse Therapie sollte erst beendet werden, wenn negatives Nativpräparat und negative Pilzkultur die Eradikation des Keims signalisieren.“

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