Stadt richtet frühere Poli-Klinik für Flüchtlinge her

ib – Auf dem Gelände der ehemaligen Poli-Klinik an der Wilhelmstraße sollen demnächst bis zu 150 Schutzsuchende (Anm.d.R.: Asylanten/-bewerber) untergebracht werden. Die Stadtverwaltung bereitet die Unterbringung derzeit vor.

Nachdem die Universitäts-Kliniken und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen das Gelände bereitgestellt haben, beginnt die Stadtverwaltung damit, das Gebäude herzurichten. Dazu gilt es, noch einige technische Probleme zu beseitigen. So muss das Haus wieder beheizbar gemacht werden, im Erdgeschoss sollen Duschmöglichkeiten geschaffen werden, auch die Toiletten müssen wieder funktionstüchtig gemacht werden.

„Uns war es wichtig, in Anbetracht der gegenwärtigen Situation schnell und unkompliziert zu reagieren, sagte Professor Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn. „Daher haben wir auf Anfrage der Stadt umgehend unsere alten Gebäude der Medizinischen Poliklinik für die Unterbringung von Flüchtlingen (Anm.d.R.: Asylanten/-bewerber) zur Verfügung gestellt. Diese Zurverfügungstellung des von uns bereits seit mehr als zwei Jahren freigezogenen Geländes mit über 1500qm Gebäudefläche ist für uns ein erheblicher finanzieller Nachteil, weil das Gelände nun nicht verkauft werden kann. Wir nehmen dies aber in Kauf und sind froh, in so einer besonderen Situation statt mit Worten lieber mit Taten helfen zu können.“

Bonns Oberbürgermeister: „Ich danke Herrn Prof. Holzgreve, dass er auf meinen Anruf hin spontan seine Unterstützung zugesagt hat. Für uns ist das ist ein weiteres gutes Zeichen, dass Bonn zusammensteht, wenn es Not tut“.

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