Wer trägt dafür die Verantwortung?

28.03.16 – P. Entinger

Lieferte dramatische Bilder für die Weltpresse: Der von vornherein zum Scheitern verurteilte, aber gut organisierte Versuch, durch den Fluss „Suva Reka“ nach Mazedonien einzudringen, um von dort aus Richtung Deutschland weiter zu ziehen Bild: Mauritius


„Suva Reka“ (trockener Fluss) heißt das Gewässer, das in der vergangenen Woche drei Asylsuchern, die versuchten, von Griechenland nach Mazedonien zu gelangen, den Tod brachte. Hunderte andere überlebten die Aktion, die offenkundig von linken Aktivisten und Asyl-Lobbyisten koordiniert wurde. Mittendrin der CDU-Politiker Norbert Blüm.

Tausende Flüchtlinge stecken in Griechenland fest, nachdem die Balkanroute geschlossen ist. Die Lage am griechisch-mazedonischen Grenzübergang ist dramatisch. Idomeni ist ein Dorf der Gemeinde Peonia in der nordgriechischen Region Zentralmazedonien. Rund 10000 Menschen sitzen derzeit im Lager. Blüm übernachtete eine Nacht dort und versicherte den Menschen, die zum überwiegenden Teil aus Syrien oder Afghanistan stammen, dass die Grenzschließung keine Idee der Bundesrepublik Deutschland gewesen sei. „Wenn ihr erstmal in Deutschland seid, seid ihr sicher“, soll er den Camp-Bewohner gesagt haben. Dies wäre ein eklatanter Verstoß eines ehemaligen Bundesministers gegen geltendes Recht.

Doch es ist nicht der einzige Versuch von Asyl-Lobbyisten gewesen, eine Massenflucht nach Deutschland geradezu zu provozieren. Die Flucht aus dem griechischen Lager in Richtung Mazedonien sei eine organisierte Aktion gewesen, schreibt das ARD-Onlineportal „Ta­ges­schau.de“. In dem Flüchtlingslager sollen zuvor Flugblätter verteilt worden sein, welche die Menschen zur Flucht aufgerufen hätten. Unterzeichnet sei der Zettel mit „Kommando Norbert Blüm“ gewesen. Der CDU-Politiker stritt eine Beteiligung allerdings vehement ab.

Das Unterfangen war deshalb so halsbrecherisch, weil der „trockene Fluss“ auf Grund der Regenfälle der vergangenen Woche viel Wasser trägt. „Wer hätte daran Interesse, dass besonders dramatische Bilder von Frauen und Kindern, die bis zum Bauch im Wasser stehen, um die Welt gehen? Und wo wurden die auf Arabisch verfassten Flugzettel gedruckt und kopiert? Doch sicher nicht in einem Zweimann-Campingzelt der Flüchtlinge in Idomeni?“, fragte die österreichische „Kronen Zeitung“ und zitierte aus Kreisen von Nachrichtendiensten, dass linke Aktivisten für die Aktion verantwortlich gewesen seien. Auch die Tageszeitung „Die Welt“ hält „linke Schleuser“ für die dramatischen Szenen am Grenzübergang verantwortlich.

Ex-Minister Blüm kritisierte Österreich sowie andere mittel- und osteuropäische EU-Länder, die sich aktiv dafür eingesetzt hatten, dass die sogenannten Balkanroute geschlossen wurde. „Was ist das eigentlich für eine Lösung? Die ziehen sich bequem zurück und sagen, Griechenland soll damit zurechtkommen“, sagte er. Sein Europa sei das nicht, sagte er der „Bild“-Zeitung. Offenkundig hat Blüm zumindest indirekt dazu beigetragen, dass sich Asylsucher falsche Hoffnungen machten und versuchten, über die Grenze zu gelangen. Unter den Helfern befand sich auch die österreichische Grünen-Politikerin Fanny Müller-Uri, die zur Gruppe „Moving Europe“ gehört, eine ultralinke Organisation, die sich für eine unkontrollierte Einreise von Asylsuchern einsetzt. Sie sei mit einer Gruppe von 60 bis 80 Journalisten, Freiwilligen und Aktivisten auf eine Polizeiwache gebracht und dort bis 5 Uhr früh festgehalten worden. „Tschechische Polizisten haben die Aktivisten und Journalisten mit Herumschupsereien und verbalen Angriffen attackiert“, klagte sie. Sie stritt allerdings ab, gewusst zu haben, dass eine Grenze illegal überquert worden sei. Unter dem Aktivisten befanden sich offenbar auch mehrere Journalisten aus der Bundesrepublik. Zu den Festgenommenen gehörte auch der Foto-Journalist Björn Kietzmann, der auf Twitter von einem „Gewahrsamnahme von mehr als sieben­einhalb Stunden“ berichtet. Der Berliner arbeitet seit Jahren für die „taz“, den „Spiegel“ und die „Frankfurter Rundschau“. Ihm werden beste Kontakte ins ultralinke Lager nachgesagt. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete außerdem, die Flucht von Idomeni sei in einer Facebook-Gruppe koordiniert worden, in der sich Asylsucher „sowie Mitglieder von internationalen Hilfsgruppen“ organisiert hätten.

Quelle: P. Entinger, Preussische Allgemeine

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